Susanne Rottenbacher

 Jupiter und Io 2.0

Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, das Jahr 2022 mit der Ausstellung Jupiter und Io 2.0 von Susanne Rottenbacher begrüßen zu dürfen. Zum ersten Mal wird die Künstlerin ihre raumgreifenden Lichtinstallationen begleitet von elektronischen Klängen in der Bismarckstraße präsentieren. 
 
Licht als eigenständige künstlerische Materie, die dem Raum eine gleichsam vierte Dimension hinzufügt: Das ist das Sujet der Berliner Künstlerin Susanne Rottenbacher. Mit ihren filigranen Installationen, die sich am treffendsten als Bildhauerei mit Licht bezeichnen lassen, macht sie das Strömen, Fließen und Pulsieren luzider Strahlung sinnlich greifbar und weitet es im Dialog mit Klängen zu einem synästhetischen Erlebnis aus. 
 
In Anlehnung an den Mythos um Zeus (römisch: Jupiter) und die von ihm begehrte Io hat Susanne Rottenbacher für den linken Teil des Galerieraums eine Variation ihres gleichnamigen Hauptwerks geschaffen. Geheimnisvoll umeinander gewunden streben hier feine LED-Lichtlinien in eleganten Kurvenverläufen vom Boden bis zur Decke, begleitet von Chiaroscuro-Effekten, die auch als Hommage an Antonio da Correggios Gemälde „Jupiter und Io“ (ca. 1531/1532) zu begreifen sind. Unterlegt wird die Installation mit elektronischen Klängen des Komponisten Grischa Lichtenberger, was die ganze immersive Kraft des Werks verstärkt und sich zu einer Harmonie aus Licht und Ton fügt. Die voranschreitende Ausdehnung von Licht- und Schallwellen in den Galerieraum führt zu dessen Rhythmisierung, entkoppelt ihn von seiner Statik und gipfelt mit dem Rundgang des Betrachters in einer Erfahrung der vollkommenen Durchdringung des Raums mit ätherischen Licht- und Klanggebilden. 
 
Die tanzenden Eigenschaften des Lichts vermag Susanne Rottenbacher, die als graduierte Lichtbildnerin u.a. für die Beleuchtung des Bundeskanzleramts verantwortlich zeichnet, auch in ihrer Interpretation des ikonischen Chanel-Logos hervorzuholen. Die ineinander verschlungenen „C“s des Modehauses lässt sie in einer raumgreifenden Wandskulptur zu einem „Pas de Deux“ aus Form und Licht werden; und verweist damit en passant auf das legendäre Chanel-Kreativgenie Karl Lagerfeld, der das damals etwas angestaubte Unternehmen mit seinen visionären Designs sprichwörtlich zum Tanzen brachte. 
 
Im Kabinett schließlich wird die Skulptur „Lux Serpentinata“ zu sehen sein, die einmal mehr Susanne Rottenbachers Virtuosität als Lichtkünstlerin herausstellt und eindrucksvoll veranschaulicht, wie fluide Materie sich zu einer Art illuminierter, schwebender Zeichnung im Raum formt und diesen völlig neu definiert. (YorcaSchmidt-Junker)
 
Susanne Rottenbacher lebt und arbeitet in Berlin sowie für Projekte weltweit. Sie studierte zunächst Bühnenbild an der Columbia University in New York, dann Licht an der Bartlett School of Architecture and Planning in London. Es folgten Aufträge für die Deutsche Oper Berlin und das Bundeskanzleramt, wo sie das Lichtkonzept verantwortete. Seit 2004 ist sie als freie Künstlerin tätig und stellte u.a. auf der Biennale Venedig/Palazzo Pisani, der Art Dubai sowie der Messe St. Agnes, Galerie Johann König in Berlin aus. Die Preisträgerin zahlreicher Stipendiate und namhafter Auszeichnungen wie dem „GE Edison Award of Excellence“ ist in öffentlichen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten. 
 


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50672 Köln
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Di - Fr 13.00 - 18.00
Sa   12.00 - 16.00 unV.

 

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