Werner Klotz

Wahrnehmungsinstrumente und Fotografien

Die Galerie Martina Kaiser freut sich sehr, den Künstler Werner Klotz zum ersten Mal in einer Einzelausstellung Wahrnehmungsinstrumente und Fotografien in Köln präsentieren zu dürfen.

Werner Klotz, der unlängst auch im Arp Museum Bahnhof Rolandseck zu sehen war, lotet in seinem Oeuvre so kenntnisreich wie humorvoll die Grenzen der optischen Physik aus, bricht Sehgewohnheiten sowie konditionierte Wahrnehmungsprozesse auf und implementiert auf spielerische Weise bislang ungekannte (Bild)Räume. Irritation und der Überraschungsmoment sind dabei seine mächtigsten Verbündeten. Wobei er explizit das Assoziationsvermögen des Betrachters samt der Konstruktion eigener Fantasiebilder anregt – und sich damit auch ein Stück weit der Tradition der Surrealisten verschreibt.

Der jeweilige Ort des präsenten Kunstwerks und der Betrachter: Das sind die Protagonisten in den Arbeiten des deutsch-amerikanischen Künstlers Werner Klotz. Während der Ort mittels ungewöhnlicher Spiegelungen oder kaleidoskopischer Ansichten eingebunden wird, so gänzlich neue, surreal anmutende Sehmomente erfährt und damit in seiner Wahrnehmung transferiert und umgedeutet wird, ist der Betrachter durch seine zielgerichtete Interaktion direkt an besagter Metamorphose von Ort und Raum beteiligt. Das eigentliche Kunstwerk fungiert somit weniger als finales Produkt des Künstlers Werner Klotz, denn als Medium zwischen Umgebung und Rezipient, die zu bewussten Co-Akteuren des Schöpfungsprozesses erhoben werden.

Seine Wahrnehmungsinstrumente, allen voran die „Intellektuellenfalle“ und die „Anemone“, sind Skulptur, technoide Apparatur und sprichwörtliches Wundertüte zugleich; auf den ersten Blick kühl, mechanisch und höchst artifiziell, offenbaren sie in ihrer Erprobung eine ungeahnte Sinnlichkeit und Poetik.

Die „Licht- und Wasserbilder“ von Werner Klotz scheinen in ihrer vergleichsweise fluiden und naturphänomistischen Ästhetik zunächst in bewusstem Gegensatz zu den Wahrnehmungsinstrumenten zu stehen. Doch auch bei diesem Fotozyklus geht es um die Auslotung und Überwindung traditioneller Sehgewohnheiten und das Verschmelzen räumlicher Dimensionen. So erzeugen unter der Wasseroberfläche eines kanadischen Gebirgsbachs fotografierte Steine mit ihren flirrenden Reflexen, amorphen Strukturen und geheimnisvollen Spiegelungen Möglichkeitsräume, die kaum noch eine Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion zulassen.

Es ist dieses Spiel mit der Dualität von Innen und Außen, Natur und Technik, Wissenschaft und Spiritualität, Sehen und Imaginieren, das die Werke von Werner Klotz so einzigartig macht. Werke, die ihn als Visionär der zeitgenössischen Kunst ausweisen…

Werner Klotz wurde 1956 in Bonn geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin und New York. Weltberühmt wurde er mit Kunst im Öffentlichen Raum wie bspw. seine interaktiven Installationen am Flughafen von San Francisco und die kinetischen Lichtskulpturen am Flughafen in Seattle. Für seine Video- und Audio Lichtinstallation auf den Staaten Island Ferries in New York erhielt er 2002 den „New York City Art Commission Award for Excellence in Design of Public Art“, die wichtigste US-Auszeichnung für Kunst im Öffentlichen Raum. Im gleichen Jahr gewann er zudem den Marler Medienkunst-Preis. Auch für Kunst am Bau zeichnet der Deutsch-Amerikaner verantwortlich, u.a. für das Wolkenhaus in Wittstock.

Seine Werke sind neben dem Öffentlichen Raum in zahlreichen internationalen Privatsammlungen vertreten.
(Yorca Schmidt-Junker)


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Di - Fr 13.00 - 18.00
Sa   12.00 - 16.00 unV.

 

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